Bundeswehr Dokumentation · Teil 1/4

Die Heeresbergführer der Bundeswehr

Eine der härtesten Ausbildungen der Bundeswehr. Minus 30 Grad. 120 km/h Wind. Gipfel bis 5.000 Meter.

Zu jeder Jahreszeit · In jedem Gelände · In Fels, Eis und Schnee
▶ Doku ansehen Mehr erfahren
18
Bewerber angetreten
11
Aufgenommen
9
Monate Ausbildung
5.000
Meter Gipfelhöhe

Weltelite im Hochgebirge

Die Heeresbergführer der Deutschen Bundeswehr zählen zu den besten Gebirgs-Eliteeinheiten weltweit. Ihr Leitsatz: immer vor sich selbst bestehen zu können.

🏔️

Heimat: Karwendel Kaserne

Im malerischen Mittenwald, am Fuße der Alpen, liegt die Heimat der Heeresbergführer. In der Gebirgs- und Winterkampfschule wird die Eliteeinheit ausgebildet — im Schatten der Berge.

Mehr als Bergsteiger

„Wir sind kein Bergsteiger-Lehrgang — wir bilden hier Bergführer aus." Klettern, Schießen, Kondition, Skifahren und charakterliche Eignung sind alle Pflicht. Ohne Ausnahme.

🎖️

Nur auf Vorschlag

18 Soldaten werden von ihren Einheiten vorgeschlagen — nur so kommt man zur Überprüfungswoche. Eine Chance, die sich die meisten jahrelang hart erarbeiten.

🗻

9 Monate am Limit

In neun Monaten legen die Soldaten so viele Höhenmeter zurück, als würden sie den Mount Everest zehnmal besteigen. Danach folgt die Ernennung — wenn man es schafft.


Wer sich der Herausforderung stellt

18 Soldaten traten zur Überprüfungswoche an. Jeder mit seinem eigenen Traum, seiner eigenen Geschichte.

Stabsfeldwebel · 39 Jahre

Jens Wagner

Erfahrenster Bewerber aus Mittenwald. Ehemaliger Nordischer Kombinierer für das deutsche Olympiateam. Alpinismus ist seine Leidenschaft — der Lehrgang das „Sahnehäubchen".

Aufgenommen
Hauptmann · 31 Jahre

Jan Schumacher

Seit 10 Jahren bei der Bundeswehr. Der Heeresbergführer-Lehrgang war sein Lebenstraum — ein Ziel, das er sich seit Jahren gesetzt hat. Zieleinlauf als Erster beim Konditionslauf.

Aufgenommen
Hauptmann · frischgebackener Vater

Peter Baumert

Gerade erst aus Afghanistan zurück, kurz zuvor Vater geworden. Für ihn ist die Aufnahme „der Zenit seiner Karriere". Tritt trotz schwieriger Lebenssituation an.

Aufgenommen
Oberfeldwebel · 29 Jahre

Slawomir Bloß

Verheiratet, zwei Kinder. Weiß: „Da muss man schon Leistung bringen und Leistung zeigen, sonst kann es jeder machen." Schlägt sich überraschend stark durch alle Prüfungen.

Aufgenommen
Hauptfeldwebel · einzige Frau

Susan Weikl

Hat zweieinhalb Jahre auf diesen Moment hingearbeitet. Ihr Mann ist bereits Heeresbergführer. Scheitert trotz enormem Einsatz am finalen Konditionslauf — 60 Minuten nicht geschafft.

Nicht aufgenommen
18 Bewerber gesamt

Die Gruppe

Mitte 20 bis Ende 30. Alle von ihren Einheiten als besonders geeignet vorgeschlagen. Alle mit dem gleichen Ziel — aber am Ende bestehen nur 11 von 18.

11 von 18 bestehen

Drei Tage entscheiden alles

Drei Prüfungstage. Jeder davon kann das Aus bedeuten. Die Reihenfolge: Klettern, Skifahren, Kondition.

1
Tag

Klettern – Halle & Gebirge

Zunächst in der Kletterhalle: Technische Grundlagen, Sicherungstechniken, Routenführung. Am nächsten Tag folgt das Alpine Klettern im Karwendelgebirge auf knapp 2.000 Metern — bei Regen und Eiseskälte. Nicht nur sportliche Leistung zählt, sondern Erfahrung und der Blick fürs Gelände.

⛰️ Karwendelgebirge
🌧️ Schlechtwetterbedingungen
~2.000 m Höhe
2
Tag

Skifahren – Stubaier Gletscher

Fahrtzeit 60–75 Minuten ins Stubaital. Auf dem Gletscher wird zunächst auf der Piste bewertet, dann geht es ins abgesperrte Gelände: 40 Grad Neigung, schwerer Schnee, vereiste Pisten — mit 15 kg Gepäck auf dem Rücken. Lawinenverschütteten-Suchgeräte sind Pflicht.

🎿 Stubaier Gletscher
15 kg Gepäck
40° Hangneigung
3
Tag

Konditionslauf – 700 Höhenmeter in 60 Minuten

Das Finale: 6 Kilometer, 700 Höhenmeter auf den Dachkraus. Mit Kampfstiefeln und 15 kg Gepäck. Zeitlimit: 59 Minuten 59 Sekunden. Eine Sekunde zu spät — und man geht nach Hause. Unabhängig davon, wie gut die anderen Prüfungen waren.

⏱️ Max. 60 Minuten
🎒 15 kg + Kampfstiefel
700 m Höhenmeter

Die Entscheidung

Nach drei intensiven Prüfungstagen folgt die Bekanntgabe. Keine knappe Entscheidung — eine klare.

11

Aufgenommen

Haben alle drei Prüfungen bestanden und dürfen den 9-monatigen Heeresbergführer-Lehrgang beginnen.

7

Ausgeschieden

Trotz monatelanger Vorbereitung hat es nicht gereicht. Manche am Klettern, manche am Skifahren — eine am letzten Konditionslauf.

Nach der Aufnahme

Europa-Reise: Fränkische Schweiz

Der Lehrgang beginnt mit einer Reise durch Mitteleuropa — Start in der Fränkischen Schweiz, einem der anspruchsvollsten Sportklettergebiete Europas.

9 Monate Ausbildung

Leben am Limit

Auf engstem Raum, mit dem Nötigsten ausgestattet, immer zum Abmarsch bereit. Hochgebirge, Fels, Eis und Schnee — zu jeder Jahreszeit.

April des Folgejahres

Ernennung zum Heeresbergführer

Wer die neun Monate übersteht, wird offiziell zum Heeresbergführer ernannt — und tritt damit in den Kreis der Besten weltweit.


„Immer vor sich selbst bestehen zu können."

Die vollständige Dokumentation

Erlebe hautnah, was es bedeutet, einer der besten Gebirgssoldaten der Welt zu werden. Teil 1 von 4 — kostenlos auf YouTube.