Eine der härtesten Ausbildungen der Bundeswehr. Minus 30 Grad. 120 km/h Wind. Gipfel bis 5.000 Meter.
Die Heeresbergführer der Deutschen Bundeswehr zählen zu den besten Gebirgs-Eliteeinheiten weltweit. Ihr Leitsatz: immer vor sich selbst bestehen zu können.
Im malerischen Mittenwald, am Fuße der Alpen, liegt die Heimat der Heeresbergführer. In der Gebirgs- und Winterkampfschule wird die Eliteeinheit ausgebildet — im Schatten der Berge.
„Wir sind kein Bergsteiger-Lehrgang — wir bilden hier Bergführer aus." Klettern, Schießen, Kondition, Skifahren und charakterliche Eignung sind alle Pflicht. Ohne Ausnahme.
18 Soldaten werden von ihren Einheiten vorgeschlagen — nur so kommt man zur Überprüfungswoche. Eine Chance, die sich die meisten jahrelang hart erarbeiten.
In neun Monaten legen die Soldaten so viele Höhenmeter zurück, als würden sie den Mount Everest zehnmal besteigen. Danach folgt die Ernennung — wenn man es schafft.
18 Soldaten traten zur Überprüfungswoche an. Jeder mit seinem eigenen Traum, seiner eigenen Geschichte.
Erfahrenster Bewerber aus Mittenwald. Ehemaliger Nordischer Kombinierer für das deutsche Olympiateam. Alpinismus ist seine Leidenschaft — der Lehrgang das „Sahnehäubchen".
AufgenommenSeit 10 Jahren bei der Bundeswehr. Der Heeresbergführer-Lehrgang war sein Lebenstraum — ein Ziel, das er sich seit Jahren gesetzt hat. Zieleinlauf als Erster beim Konditionslauf.
AufgenommenGerade erst aus Afghanistan zurück, kurz zuvor Vater geworden. Für ihn ist die Aufnahme „der Zenit seiner Karriere". Tritt trotz schwieriger Lebenssituation an.
AufgenommenVerheiratet, zwei Kinder. Weiß: „Da muss man schon Leistung bringen und Leistung zeigen, sonst kann es jeder machen." Schlägt sich überraschend stark durch alle Prüfungen.
AufgenommenHat zweieinhalb Jahre auf diesen Moment hingearbeitet. Ihr Mann ist bereits Heeresbergführer. Scheitert trotz enormem Einsatz am finalen Konditionslauf — 60 Minuten nicht geschafft.
Nicht aufgenommenMitte 20 bis Ende 30. Alle von ihren Einheiten als besonders geeignet vorgeschlagen. Alle mit dem gleichen Ziel — aber am Ende bestehen nur 11 von 18.
11 von 18 bestehenDrei Prüfungstage. Jeder davon kann das Aus bedeuten. Die Reihenfolge: Klettern, Skifahren, Kondition.
Zunächst in der Kletterhalle: Technische Grundlagen, Sicherungstechniken, Routenführung. Am nächsten Tag folgt das Alpine Klettern im Karwendelgebirge auf knapp 2.000 Metern — bei Regen und Eiseskälte. Nicht nur sportliche Leistung zählt, sondern Erfahrung und der Blick fürs Gelände.
Fahrtzeit 60–75 Minuten ins Stubaital. Auf dem Gletscher wird zunächst auf der Piste bewertet, dann geht es ins abgesperrte Gelände: 40 Grad Neigung, schwerer Schnee, vereiste Pisten — mit 15 kg Gepäck auf dem Rücken. Lawinenverschütteten-Suchgeräte sind Pflicht.
Das Finale: 6 Kilometer, 700 Höhenmeter auf den Dachkraus. Mit Kampfstiefeln und 15 kg Gepäck. Zeitlimit: 59 Minuten 59 Sekunden. Eine Sekunde zu spät — und man geht nach Hause. Unabhängig davon, wie gut die anderen Prüfungen waren.
Nach drei intensiven Prüfungstagen folgt die Bekanntgabe. Keine knappe Entscheidung — eine klare.
Haben alle drei Prüfungen bestanden und dürfen den 9-monatigen Heeresbergführer-Lehrgang beginnen.
Trotz monatelanger Vorbereitung hat es nicht gereicht. Manche am Klettern, manche am Skifahren — eine am letzten Konditionslauf.
Der Lehrgang beginnt mit einer Reise durch Mitteleuropa — Start in der Fränkischen Schweiz, einem der anspruchsvollsten Sportklettergebiete Europas.
Auf engstem Raum, mit dem Nötigsten ausgestattet, immer zum Abmarsch bereit. Hochgebirge, Fels, Eis und Schnee — zu jeder Jahreszeit.
Wer die neun Monate übersteht, wird offiziell zum Heeresbergführer ernannt — und tritt damit in den Kreis der Besten weltweit.
Erlebe hautnah, was es bedeutet, einer der besten Gebirgssoldaten der Welt zu werden. Teil 1 von 4 — kostenlos auf YouTube.